Arsilda

Antonio Vivaldi

Arsilda

Oper

Oper in drei Akten

Neues Gebäude, Opern- und Ballettsaal
9. 3. 2017

Die Premiere der neuen Inszenierung der Oper Arsilda aus der Feder des italienischen Barockgenies Antonio Vivaldi stellt ein Sonderprojekt dar, an dem das Slowakische Nationaltheater mit mehreren ausländischen Theaterhäusern zusammenarbeitet, u.a. mit Grand Theatre de Luxembourg, Opéra Royal de Versaille, Opéra de Lille und Theatre de Caen. Das Stück wird in Kooperation mit dem Festival „Tage alter Musik“ an einem besonderen Termin aufgeführt. Durch ihre Bedeutung geht die Produktion weit über den engeren Wirkungsrahmen unserer Opernbühne hinaus, da es sich um eine in der Slowakei überhaupt erste Antonio Vivaldi Bühnenaufführung eines musikalisch-dramatischen Barock-Titels mit einem auf Repliken alter Musikinstrumente spielenden Orchester und mit auf Interpretation alter Musik spezialisierten Solisten handelt. Absolute Einzigartigkeit verleiht dem Projekt auch die Tatsache, dass es um eine moderne Weltpremiere dieses Meisterstücks von Vivaldi geht, bei der der Titel dazu noch in seiner ursprünglichen, nie aufgeführten Form zu sehen sein wird. Die dreiaktige Oper zählt zu jenen Opern, die in der ersten Opern-Schaffensphase Antonio Vivaldis ihren Ursprung haben. Antonio Vivaldi hat das Terrain des Operntheaters als reifer Musiker und Komponist betreten, ausgestattet mit einer besonders originellen Musiksprache und mit einem äußerst freien und mutigen Umgang mit den damaligen Genrekonventionen. Seine Sprache zeichnet sich durch ausgeprägte Invention und meisterhafte Kompositionstechnik, sowie durch ungewöhnliche Vielfalt von Musikbildern und Inspirationen aus. In Verbindung mit dem besonderen Libretto Domenico Lallis schafft er mit seiner Arsilda ein faszinierendes Artefakt, das einzigartig den letzten Schimmer der großen Ära der kulturellen und gesellschaftlichen Dominanz Venedigs widerspiegelt. Nach der Premiere an der Oper SND wird die Inszenierung der Oper mit der gleichen Besetzung auf Tour gehen, mit Stationen in mehreren europäischen Opernhäusern, insbesondere jenen, die an ihrer Entstehung teilgehabt haben, um danach wieder auf unsere Bühne zurückzukehren. In erneuerter Einstudierung wird das Stück als Teil des Saisonrepertoires eine exklusive Plattform für die Präsentation heimischer Szene alter Musik bieten.

Inszenierungsteam

Dirigent Václav Luks
Bühnenbild Ivan Theimer
Choreographie Andrea Miltnerová